Welche Nebenwirkungen kann CBD haben?

Welche Nebenwirkungen kann CBD haben?

CBD kann Nebenwirkungen verursachen, auch wenn Cannabidiol häufig als gut verträglich beschrieben wird. Möglich sind unter anderem Müdigkeit, Schläfrigkeit, Magen Darm Beschwerden, Veränderungen des Appetits und trockener Mund. Besonders wichtig sind mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten, da CBD deren Abbau im Körper beeinflussen kann.

Das sind die beliebtesten Produkte

Keine Produkte gefunden.

Mögliche Nebenwirkungen von CBD im Überblick

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze. Dass ein Stoff natürlichen Ursprungs ist, bedeutet jedoch nicht, dass seine Anwendung grundsätzlich frei von Nebenwirkungen oder Risiken ist. Wie gut CBD vertragen wird, hängt unter anderem von der verwendeten Menge, der Darreichungsform, der individuellen Empfindlichkeit und möglichen gleichzeitig eingenommenen Medikamenten ab.

Die möglichen unerwünschten Wirkungen können sich von Person zu Person unterscheiden. Nicht jeder Nutzer bekommt Nebenwirkungen, und ihre Stärke lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Auch Erkenntnisse aus medizinischen Untersuchungen mit hohen Cannabidiol Dosierungen können nicht direkt auf jedes frei erhältliche CBD Öl übertragen werden.

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen, die im Zusammenhang mit Cannabidiol auftreten können, gehören:

  • Müdigkeit und Schläfrigkeit
  • Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden
  • Veränderungen des Appetits
  • trockener Mund
  • Schwindel oder allgemeines Unwohlsein
  • mögliche Veränderungen bestimmter Leberwerte

Ob eine dieser Reaktionen auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Gerade bei ungewöhnlichen oder anhaltenden Beschwerden solltest Du die Anwendung nicht einfach fortsetzen, sondern die Ursache medizinisch abklären lassen.

Müdigkeit und Schläfrigkeit nach der Anwendung

Müdigkeit gehört zu den möglichen Begleiterscheinungen von Cannabidiol. Manche Menschen können sich nach der Verwendung schläfriger oder weniger aufmerksam fühlen. Wie ausgeprägt dieser Effekt ist, kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Die verwendete Menge kann dabei eine Rolle spielen. Auch andere Substanzen oder Medikamente, die Müdigkeit verursachen, können den Effekt möglicherweise verstärken. Das ist beispielsweise relevant, wenn gleichzeitig beruhigend wirkende Arzneimittel verwendet werden.

Wenn Du nach der Anwendung merkst, dass Deine Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist, solltest Du kein Fahrzeug führen und keine Tätigkeiten ausführen, bei denen eine uneingeschränkte Konzentration erforderlich ist.

Verdauungsbeschwerden durch CBD und weitere Inhaltsstoffe

Auch der Magen Darm Bereich kann auf CBD Produkte reagieren. Zu den möglichen Beschwerden gehört insbesondere Durchfall. Darüber hinaus können individuell weitere Verdauungsprobleme auftreten.

Dabei muss nicht zwangsläufig Cannabidiol allein für die Beschwerden verantwortlich sein. CBD Öl besteht beispielsweise nicht ausschließlich aus CBD. Als Grundlage wird ein Trägeröl verwendet. Zusätzlich können je nach Produkt weitere Pflanzenstoffe, Aromen oder andere Bestandteile enthalten sein.

Wer empfindlich auf bestimmte Zutaten reagiert, sollte deshalb die vollständige Zusammensetzung prüfen. Treten Beschwerden nach einem Produktwechsel auf, kann auch eine veränderte Rezeptur eine mögliche Erklärung sein.

Bei starken, länger anhaltenden oder wiederkehrenden Magen Darm Beschwerden ist es sinnvoll, die Anwendung zu unterbrechen und medizinischen Rat einzuholen.

Veränderungen von Appetit und Körpergefühl

Veränderungen des Appetits gehören ebenfalls zu den möglichen unerwünschten Wirkungen von Cannabidiol. Dabei sollte CBD nicht mit THC verwechselt werden. THC ist insbesondere für seine berauschenden Eigenschaften bekannt und kann das Hungergefühl beeinflussen. CBD besitzt ein anderes Wirkprofil.

Trotzdem können einzelne Nutzer Veränderungen ihres Appetits wahrnehmen. Ob dies tatsächlich unmittelbar auf CBD zurückzuführen ist, lässt sich anhand einer persönlichen Beobachtung allein nicht sicher feststellen.

Bei einer einmaligen geringfügigen Veränderung besteht nicht automatisch Anlass zur Sorge. Deutliche oder länger anhaltende Veränderungen des Appetits oder Körpergewichts sollten jedoch nicht einfach einem CBD Produkt zugeschrieben werden, da dafür zahlreiche andere Ursachen infrage kommen.

Trockener Mund als mögliche Begleiterscheinung

Ein trockener Mund wird ebenfalls gelegentlich im Zusammenhang mit Cannabinoiden beschrieben. Das kann sich durch ein trockenes Gefühl im Mund oder verstärkten Durst bemerkbar machen.

Solche Beschwerden sind häufig eher unangenehm als schwerwiegend. Trotzdem solltest Du beobachten, ob sie regelmäßig nach der Anwendung auftreten oder ungewöhnlich stark ausgeprägt sind.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann grundsätzlich helfen, ein trockenes Mundgefühl zu reduzieren. Bleibt eine ausgeprägte Mundtrockenheit länger bestehen, sollte allerdings auch nach anderen möglichen Ursachen gesucht werden.

Schwindel und Kreislaufbeschwerden richtig einordnen

Manche Menschen berichten im Zusammenhang mit CBD über Schwindel oder ein verändertes Kreislaufgefühl. Solche Symptome sollten ernst genommen werden, insbesondere wenn sie deutlich ausgeprägt sind.

Schwindel kann zahlreiche Ursachen haben und lässt sich nicht automatisch auf Cannabidiol zurückführen. Wenn Beschwerden unmittelbar nach der Verwendung eines CBD Produkts auftreten und sich wiederholen, kann ein Zusammenhang jedoch naheliegen.

Bei starkem Schwindel solltest Du Dich nicht ans Steuer setzen oder Maschinen bedienen. Treten zusätzliche oder ungewöhnlich starke Beschwerden auf, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Leberstoffwechsel und mögliche Veränderungen von Leberwerten

CBD wird zu einem wesentlichen Teil über die Leber verstoffwechselt. Dabei sind Enzymsysteme beteiligt, die auch zahlreiche andere Stoffe und Medikamente abbauen. Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Cannabidiol in höheren Mengen oder gemeinsam mit Arzneimitteln verwendet wird.

Bei medizinischer Anwendung von Cannabidiol wurden unter bestimmten Bedingungen Veränderungen von Leberenzymwerten beobachtet. Solche Erkenntnisse dürfen allerdings nicht ohne Weiteres auf jede Anwendung handelsüblicher CBD Produkte übertragen werden, da sich Dosierungen und Zusammensetzungen deutlich unterscheiden können.

Wenn bei Dir eine Erkrankung der Leber bekannt ist oder Du Medikamente verwendest, die die Leber belasten können, solltest Du CBD nicht ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt verwenden.

Wechselwirkungen mit Medikamenten als wichtiges Risiko

Einer der wichtigsten Punkte bei der Verwendung von CBD sind mögliche Arzneimittelwechselwirkungen. Cannabidiol kann Enzyme beeinflussen, die in der Leber für den Abbau verschiedener Wirkstoffe zuständig sind.

Dadurch kann sich unter Umständen verändern, wie schnell ein Medikament abgebaut wird. In der Folge könnte die Konzentration eines Arzneistoffs im Körper steigen oder sich sein Wirkprofil verändern. Welche Bedeutung dies konkret hat, hängt vom jeweiligen Medikament, seiner Dosierung und weiteren individuellen Faktoren ab.

Besondere Vorsicht ist beispielsweise bei Arzneimitteln sinnvoll, bei denen bereits geringe Veränderungen der Wirkstoffkonzentration relevant sein können. Auch die Kombination mit Medikamenten, die Müdigkeit verursachen, verdient Aufmerksamkeit.

Eine allgemeine Liste vermeintlich unproblematischer Medikamente wäre nicht zuverlässig genug, um eine individuelle Beurteilung zu ersetzen. Wenn Du regelmäßig oder vorübergehend Arzneimittel einnimmst, solltest Du mögliche Wechselwirkungen mit einem Arzt oder Apotheker besprechen.

Die verwendete CBD Menge beeinflusst die Verträglichkeit

Die Menge des aufgenommenen Cannabidiols kann Einfluss darauf haben, ob Nebenwirkungen auftreten. Dabei ist wichtig, zwischen der Konzentration eines CBD Produkts und der tatsächlich verwendeten Menge zu unterscheiden.

Ein höher konzentriertes CBD Öl enthält bei gleicher Ölmenge mehr Cannabidiol als eine niedriger konzentrierte Variante. Eine höhere Konzentration ist deshalb nicht automatisch besser geeignet. Sie kann lediglich ermöglichen, eine bestimmte CBD Menge mit weniger Öl aufzunehmen.

Wer ein CBD Produkt verwendet, sollte sich genau mit dessen Kennzeichnung beschäftigen. Angaben zum CBD Gehalt, zur Gesamtmenge und zur vorgesehenen Anwendung erleichtern eine nachvollziehbare Verwendung.

Die eigenständige starke Erhöhung der verwendeten Menge ist nicht sinnvoll, nur weil eine erwartete Wirkung ausbleibt. Eine größere Menge garantiert keinen gewünschten Effekt und kann das Risiko unerwünschter Reaktionen erhöhen.

Unterschiedliche CBD Produkte und ihre Inhaltsstoffe

Nicht jede unerwünschte Reaktion auf ein CBD Produkt muss durch Cannabidiol selbst verursacht werden. Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Hersteller und Produktart teilweise erheblich.

CBD Öle enthalten üblicherweise ein Trägeröl. Vollspektrumprodukte können zusätzlich weitere Cannabinoide, Terpene und andere Bestandteile des Hanfextrakts enthalten. Bei anderen Darreichungsformen kommen möglicherweise weitere Zutaten hinzu.

Deshalb lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die vollständige Zutatenliste. Insbesondere bei bekannten Allergien oder Unverträglichkeiten solltest Du prüfen, welche weiteren Inhaltsstoffe enthalten sind.

Bei Vollspektrumprodukten ist zudem der THC Gehalt zu beachten. CBD und THC sind unterschiedliche Cannabinoide. Während CBD nicht den typischen Cannabisrausch hervorruft, besitzt THC berauschende Eigenschaften. Die genaue Zusammensetzung eines Produkts ist daher wichtiger als die allgemeine Bezeichnung als Hanfprodukt.

Produktqualität als wichtiger Faktor für eine sichere Auswahl

Bei der Auswahl eines CBD Produkts solltest Du nicht ausschließlich auf die Konzentration oder Werbeaussagen achten. Eine transparente Deklaration ermöglicht eine bessere Einschätzung dessen, was Du tatsächlich verwendest.

Hilfreiche Qualitätsmerkmale sind:

  • klar ausgewiesener CBD Gehalt
  • vollständige und verständliche Zutatenliste
  • nachvollziehbare Angaben zu weiteren Cannabinoiden
  • transparente Informationen zum THC Gehalt
  • Angaben zur Herkunft und Verarbeitung
  • nachvollziehbare Qualitätskontrollen oder Laboranalysen
  • eindeutige Hinweise zur vorgesehenen Verwendung

Misstrauisch solltest Du bei Produkten werden, die Cannabidiol als vollkommen nebenwirkungsfrei darstellen oder Heilung für eine Vielzahl unterschiedlicher Beschwerden versprechen. Solche Aussagen werden der tatsächlichen Datenlage und den möglichen Risiken nicht gerecht.

Besondere Vorsicht bei Schwangerschaft und Stillzeit

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Verwendung von CBD besonders kritisch betrachtet werden. Für eine bedenkenlose Anwendung in diesen Lebensphasen gibt es keine ausreichende Grundlage.

Da sich mögliche Auswirkungen nicht zuverlässig ausschließen lassen, solltest Du CBD während Schwangerschaft und Stillzeit nicht eigenständig verwenden. Wenn ein konkreter medizinischer Anlass besteht, gehört die Entscheidung in ärztliche Hände.

Das gilt auch für andere Hanfprodukte, deren genaue Zusammensetzung möglicherweise nicht eindeutig nachvollziehbar ist.

CBD bei bestehenden Erkrankungen

Wenn Du an einer chronischen oder akuten Erkrankung leidest, solltest Du CBD nicht automatisch als gewöhnliches Wellnessprodukt betrachten. Insbesondere bei bestehenden Leberproblemen und bei einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme ist eine individuelle medizinische Einschätzung sinnvoll.

CBD Produkte sollten außerdem nicht dazu führen, eine notwendige Untersuchung oder Behandlung hinauszuzögern. Beschwerden wie anhaltende Schmerzen, Schlafprobleme, starke Unruhe oder andere gesundheitliche Veränderungen können zahlreiche Ursachen haben.

Ein frei erhältliches CBD Produkt ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder eine verordnete Behandlung.

Verträglichkeit aufmerksam beobachten

Wenn Du CBD verwendest, solltest Du darauf achten, wie Dein Körper darauf reagiert. Gerade bei einem neuen Produkt kann es hilfreich sein, nicht gleichzeitig mehrere andere neue Nahrungsergänzungen oder vergleichbare Produkte auszuprobieren. Dadurch lässt sich eine unerwünschte Reaktion leichter einem möglichen Auslöser zuordnen.

Treten nach der Verwendung wiederholt Beschwerden auf, solltest Du diese nicht ignorieren. Bei leichten unerwünschten Reaktionen kann bereits das Absetzen des Produkts sinnvoll sein. Stärkere, ungewöhnliche oder länger anhaltende Symptome sollten medizinisch beurteilt werden.

Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion oder anderen akuten gesundheitlichen Beschwerden ist eine schnelle medizinische Abklärung erforderlich.

Häufige Fragen zu Nebenwirkungen und Verträglichkeit von CBD

Sind Nebenwirkungen von CBD bei jedem Menschen gleich?

Nein. Die Verträglichkeit kann sich deutlich unterscheiden. Körperliche Voraussetzungen, verwendete Menge, Produktzusammensetzung, Medikamente und weitere Faktoren können beeinflussen, ob und wie stark unerwünschte Wirkungen auftreten.

Können Nebenwirkungen auch erst später auftreten?

Das ist grundsätzlich möglich. Nicht jede Reaktion muss unmittelbar nach der Verwendung bemerkbar werden. Besonders bei wiederholter Anwendung oder bei Wechselwirkungen mit anderen Stoffen lässt sich der zeitliche Zusammenhang nicht immer eindeutig erkennen.

Kann ich bei Nebenwirkungen einfach weniger CBD verwenden?

Das hängt von Art und Stärke der Beschwerden ab. Bei unerwünschten Reaktionen ist es grundsätzlich sinnvoll, die Anwendung kritisch zu überprüfen. Bei stärkeren, wiederkehrenden oder unklaren Beschwerden solltest Du das Produkt absetzen und medizinischen Rat einholen, statt lediglich selbstständig die Menge anzupassen.

Kann CBD die Wirkung anderer Medikamente verstärken?

CBD kann den Abbau bestimmter Arzneimittel beeinflussen. Dadurch können sich deren Konzentrationen und Wirkungen verändern. Ob eine konkrete Kombination problematisch ist, sollte ein Arzt oder Apotheker anhand der verwendeten Medikamente beurteilen.

Kann eine Nebenwirkung auch vom Trägeröl kommen?

Ja. Ein CBD Öl besteht aus mehreren Bestandteilen. Neben Cannabidiol enthält es beispielsweise ein Trägeröl und je nach Produkt weitere Pflanzenstoffe. Unverträglichkeiten oder Beschwerden müssen deshalb nicht zwangsläufig vom CBD selbst verursacht werden.

Ist CBD ohne THC automatisch nebenwirkungsfrei?

Nein. Auch ein Produkt ohne THC kann Nebenwirkungen verursachen, da Cannabidiol selbst biologisch aktiv ist. Der Verzicht auf THC bedeutet daher nicht, dass Wechselwirkungen oder unerwünschte Reaktionen ausgeschlossen sind.

Sollte CBD vor einer Operation abgesetzt werden?

Wenn eine Operation oder ein anderer medizinischer Eingriff bevorsteht, solltest Du dem behandelnden medizinischen Personal mitteilen, welche CBD Produkte Du verwendest. Ob und wann eine Anwendung beendet werden sollte, sollte individuell medizinisch entschieden werden.

Wann sollte ich bei CBD Nebenwirkungen ärztlichen Rat einholen?

Bei starken, ungewöhnlichen, länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden ist eine medizinische Abklärung sinnvoll. Das gilt besonders bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme, bestehenden Erkrankungen oder Symptomen, die sich deutlich verschlechtern.

★★★★★ ★★★★★
Bewertungen: 4.9 / 5. 680